Konzept pandemiefreies Reisen

Das von der Geschäftsführerin des Flughafen Rostock-Laage entwickelte Konzept ermöglicht eine
pandemiefreie Reise für den Fluggast. Damit ist der Flughafen in einer Vorreiterrolle für den
Gesundheitsschutz für die im Unternehmen arbeitenden Mitarbeiter und kann zugleich den potentiellen
Reisenden selbst die Angst vor der Nutzung des Verkehrsträgers Flugzeug nehmen.


Ziel dieses Konzeptes ist es, eine gezielte Steuerung der Anreisen in das Tourismusland Mecklenburg-
Vorpommern zu möglichen Diese erfolgt pandemiefrei und macht Einreise von getesteten Reisenden
ohne Erkrankung zentral, bündelt und kontrollierbar. Diese zentrale Kontrolle ist nicht über die
Verkehrsträger Bahn, Bus oder PKW möglich, da sie dort hohe Ressourcen für dezentrale Kontrollen
erfordern würde. Eine gezielte Steuerung ist dagegen über den Flughafen Rostock Laage
ressourcenschonend möglich und eignet sich für Einreisen aus dem Inland und dem Ausland.


Das Konzept integriert alle bereits beschlossenen Maßnahmen von Bund und Land zur Sicherstellung
einer pandemiefreien Reisekette und kann Erweiterungen oder Änderungen der Anweisungen des
Bundes und der Bundesländer flexibel innerhalb von 24h umsetzen. Es enthält
Gesundheitsschutzmaßnahmen über die gesamte Passenger Journey.


Pandemiefreier Flughafen


Der Flughafen Rostock-Laage ist in das deutschlandweit laufende Projekt des Flughafenverbandes ADV
eingebunden und setzt die dort für Flughäfen empfohlenen Maßnahmen z.B. Plexiglasscheiben am
Check-In, Desinfektionsspender für Reisende, Abstandswahrung in der Passagierführung, für Reisende
bereits um. Zusätzlich hat sich der Flughafen entschlossen, alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt
regelmäßig auf den SARS-CoV-2-Virus zu testen und damit eine Erkrankung des Personals in höchstem
Maße auszuschließen. Durch die Umsetzung beider Maßnahmen wird eine Ansteckungsgefahr auf dem
Flughafen Rostock-Laage drastisch reduziert.


Zu den neuen Prozessen am Flughafen wurde ein Video gedreht, um den Flugreisenden das neue Reisen
zu erläutern.


Reduziertes Ansteckungsrisiko während des Fluges


Grundsätzlich ist das Risiko, sich während einer Flugreise mit dem Virus anzustecken, extrem gering. Es
gilt eine Mundschutzpflicht. Flugzeuge vieler Fluggesellschaften sind mit Filtern ausgestattet, die die
Kabinenluft reinigen. Die gesamte Kabinenluft wird gefiltert und von Verunreinigungen wie Staub,
Bakterien und Viren aus der Kabinenluft gesäubert. Dies betrifft zirka 40 Prozent – der Rest kommt als
Frischluft von außen hinzu. Der Abscheidegrad dieser Filter entspricht dem Standard der Filter eines klinischen Operationssaals. Durch die Verwendung dieser speziellen Filter ist die Kabinenluft sauberer
als die, die der Mensch auf der Erde einatmet. Darüber hinaus findet die Luftströmung in Flugzeugen
von oben nach unten statt. Eine horizontale Luftströmung seitwärts oder in Längsrichtung ist nicht
gegeben. Die Luftführung entspricht damit dem so genannten Laminar Airflow eines Operationssaals.


Getestete Reisende


Als weitere Option des Konzeptes soll in Kooperation mit Reisebüros und den Fluggesellschaften ein
SARS-CoV-2-Virusnachweis der Reisenden vor und nach der Reise angeboten werden. Die Kosten dafür
trägt der Reisende selbst. Dafür wurde mit dem Rostocker Unternehmen CENTOGENE AG eine
Zusammenarbeit vereinbart und im Konzept das zertifizierte Testverfahren beschrieben. Die
Testkapazität beträgt in der Zwischenzeit ca. 25.000 Tests pro Tag. Sie kann durch das Unternehmen
erweitert werden, so dass eine regionale wie dezentrale Nutzung des Angebotes möglich ist. Direkt am
Flughafen soll ein Abstrichzentrum eingerichtet werden, welches Corona-Tests bei Einreise direkt am
Flughafen ermöglicht und damit durch die Vorlage von Negativtests den einreisenden Passagieren eine
Quarantäne erspart. Die anzuwendenden Verfahren werden mit den Gesundheitsämtern bis zur
Aufnahme von touristischen Flugreisen abgestimmt. Neue Verordnungen der Gesundheitsämter können
schnell umgesetzt und die Prozesse angepasst werden. Dadurch wird es möglich, die ansonsten
üblicherweise einzuhaltende 14-tägige Quarantäne für grenzüberschreitende Reisende auszusetzen, da
die Reisenden ein medizinisches Zertifikat mit negativem Ergebnis vorlegen können.


Die Umsetzung des Konzeptes wird es ermöglichen, durch Labortests in der Hansestadt Rostock wieder
Kreuzfahrten ab Rostock-Warnemünde anzubieten, ebenso grenzüberschreitende Urlaubsreisen.


Möglich wird die Umsetzung des Konzeptes durch die enge Kooperation mit dem Rostocker
Unternehmen Centogene AG. „Wir werden mit der aktuellen Situation, dem Risiko einer Infektion durch
den SARS-CoV-2 Virus, noch die nächsten 18 – 24 Monate als „Neue Normalität“ umgehen müssen.
Dabei muss es das Ziel sein, die Anzahl der Infizierten möglichst gering zu halten. Flugreisen waren
während des Shut-Downs kaum möglich, in der „Neuen Normalität“ braucht es innovative Lösungen für
Flugreisen. Ziel des Re-Starts muss daher sein, ein erneutes exponentielles Ansteigen der Anzahl der
Erkrankten in Deutschland sowie in den Zielländern zu vermeiden. Das Konzept des Flughafens Rostock-
Laage ist der richtige Ansatz, diesen Weg zu gehen und wir unterstützen natürlich insbesondere die
lokalen Partner.“, kommentierte Prof. Arndt Rolfs, CEO CENTOGENE.


Dörthe Hausmann die Geschäftsführerin des Flughafen Rostock Laage sagt:
„Die Luftfahrt- und Tourismusbranche ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sehr stark
betroffen. Reisebüros stehen vor der Insolvenz und viele Airlines mussten Personal abbauen oder
fürchten um ihre Existenz. Für uns kommunale Airports gibt es bisher keine Hilfen aus Corona-
Programmen oder Erstattungen der Vorhaltekosten, obwohl wir zur Daseinsvorsorge weiterhin geöffnet
haben, um z.B. medizinische Güter importieren zu können. Daher ist es essentiell, Reisen wieder zu
ermöglichen und den Gesundheitsmaßnahmen Rechnung zu tragen, um eine Ausbreitung der Pandemie
zu verhindern.“


Pressekontakt:
Flughafen Rostock-Laage, Petra Proba, Tel: 038454-321231, presse@rostock-airport.de

 

Der Flughafen Rostock-Laage (IATA: RLG; ICAO: ETNL) ist der Landesflughafen Mecklenburg-Vorpommerns. Seit
1993 ist der zivile Bereich des Flughafens Rostock-Laage auf der Grundlage einer engen Kooperation mit der
Bundeswehr im südlichen Teil des Airports angesiedelt. Der Flughafen ist in den Segmenten touristische Verkehre
im Incoming- und Outgoing Bereich, General Aviation und tägliche Linienflüge, derzeit nach München tätig. Durch
seine Öffnungszeiten, die bei Bedarf 24h betragen, bietet sich der Standort für Logistik und Expressfracht an. Auf der
3300m langen Start-und Landebahn können Maschinen bis zur Jumbogröße starten und landen. Durch die
geografische Lage an der Ostsee, die in 35 Minuten vom Flughafen erreichbar ist, bietet sich der Regionalflughafen
als Standort für Ostseeflugreisen und für die Kreuzfahrt als Zubringer-Airport für den Wechsel von Passagieren und
Crews an. Für den Passagierwechsel wurde durch den Flughafen ein individuelles Produkt „Seamless Travel“
entwickelt. Dieses wird seit 2015 für mehrere Reedereien umgesetzt.

Zurück