Der Flughafen Rostock-Laage hat mit dem modifizierten Geschäftsmodell trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen erfolgreichen turn around absolviert. Die neu entwickelten Liniendienste aus Köln und Stuttgart konnten so gut etabliert werden, dass sie die im Zusammenhang mit der veränderten Pauschalreisebranche abgebauten Charterkapazitäten voll kompensieren. Die für das kommende Frühjahr vertraglich vereinbarten Dienste aus der Schweiz belegen, dass die Airlines das Potenzial des Ostseeflughafens als Geschäftsreise- und Urlaubsziel erkannt haben. Rostock-Laage hat sich grundsätzlich gewandelt: vom reinen Ferienflughafen, von dem Mecklenburger nur in die Ferien ins Ausland fliegen zu einem Tor nach Mecklenburg-Vorpommern. Davon profitieren die einheimischen Tourismusunternehmen und die gesamte Wirtschaft der Region.
Zur der aktuellen Medienberichterstattung erklärt die Geschäftsführerin der Flughafen Rostock-Laage GmbH, Maria Muller: „Wir haben bewiesen, dass Rostock-Laage als Incoming-Flughafen ein Motor für die gesamte Region ist. Darin erfahren wir vielfältige Unterstützung durch unsere Gesellschafter, die Kommunen und die Verantwortlichen in der Wirtschaft. Auch die Mitarbeiter haben dafür große persönliche Opfer gebracht. Trotzdem benötigt der Flughafen zur Sicherung seiner gemeinwirtschaftlichen Rolle für die Infrastruktur des Landes politische und - mittelfristig – auch wirtschaftliche Unterstützung. Ich appelliere an die Entscheidungsträger in der Landesregierung, diese Zukunftsoption für die Wirtschaft des Landes nicht kleinzureden. Jeder Euro, der heute in die Arbeitsfähigkeit des Airports investiert wird, kommt den mittelständischen Unternehmen der Region vielfach zugute.“
Dazu erklärt Jochen Bruhn, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung: „Wir wollen keine Dauersubvention. Aber wir wollen, dass die Wichtigkeit des Infrastrukturprojektes in der Öffentlichkeit erkannt und ein vernünftiger Interessenausgleich gefunden wird, der die nachhaltige Sicherung des Standortes sichert.“
Der Flughafen Rostock-Laage (IATA: RLG; ICAO: ETNL) ist der größte Verkehrsflughafen Mecklenburg-Vorpommerns. Die als Standort der Bundeswehr eingerichtete Anlage wird seit 1993 durch die Flughafen Rostock-Laage GmbH als ziviler Regionalflughafen genutzt. Von der 1.000 Hektar großen Gesamtfläche sind zirka 60 Hektar für den zivilen Bereich vorgesehen. Bis heute ist diese militärisch-zivile Zusammenarbeit im Flugverkehr in Deutschland einmalig. Durch seinen idealen geografischen Standort etabliert sich der Regionalflughafen immer mehr als attraktives Einreisetor für Ostseeurlauber und Geschäftsreisende. Geografisch bietet sich Rostock auch als Logistikdrehscheibe unter anderem nach Skandinavien, ins Baltikum sowie nach Süd- und Osteuropa an. Mit seiner 24-Stunden-Betriebserlaubnis kann der Airport heute schon von Frachtflugzeugen bis zur Jumbogröße rund um die Uhr bei jedem Wetter angeflogen und abgefertigt werden.
03.12.2009

